Alleen sind wertvoll


Alleenbäume sind ein außergewöhnliches Natur- und Strukturelement in der Landschaftsplanung, Landschaftswerdung und Landschaftsbegegnung zwischen Mensch, Tier und Pflanze.
Eine vielzahlige Anwesenheit von Bäumen führt zunächst einmal zu einer wohltuenden Verminderung von Hitze, Kälte, Wind, Lärm, Staub und Kohlendioxid und zu einer ebenso als angenehm zu empfindenden Vermehrung von Sauerstoff, Wohltemperiertheit, Ruhe und natürlicher Schönheit.

Auf der Suche nach einer ähnlichen Fülle positiven Gebens und Nehmens zwischen Natur und Lebewesen ist man wohl eher erfolglos. Jeder einzelne dieser Sachverhalte ließe sich mit beeindruckenden Zahlen belegen, selbst die Ruhe ist als Folge des Lärmschutzes mit Fakten objektivierbar.
Die Empfindung natürlicher Schönheit ist zwar subjektiv, kann ,ja - muss - aber ebenso ein zugelassenes Argument für Wertvolles und Schützenswertes sein.

Daraus lässt sich schließen , dass der Wert einer Allee aus den unterschiedlichsten Gründen – bis hin bis hin zum historischen Argument, das uns den Blick in die Geschichte erhalten will - schützenswert ist.

Was spricht gegen eine Allee, wer oder was sägt an ihr, wer will sie zerstören?
Zunächst einmal der Zeitgeist, der so manches unter sich platt walzt, oftmals nicht in böser Absicht, sondern unter den Bedingungen der Beschleunigung, die es nicht zuließ innezuhalten, um langfristige Folgen in ihrer Komplexität zu berücksichtigen. Dann ist da dieser eher dünngeistige Ansatz im politischen Diskurs , jedwede Entscheidung am billigsten Weg zu orientieren.

Wir sollten uns also mehr wert sein.

Wenn wir eine Allee pflegen, schützen wir die Menschen, die in ihrer Umgebung leben. Der Verhaltensansatz „Alleenschutz ist Menschenschutz“ zieht einen roten Faden durch Tierschutz, Naturschutz, Landschaftsschutz, Lärmschutz und in außergewöhnlich, bemerkenswertem Maße auch durch den Klimaschutz.

Wir müssen also nur eines – unsere Alleen schützen.