Stand der Dinge



25.04.2012
Die Lindenallee steht unter Naturschutz

Die IG Alleenschutz Odenwaldstrasse hat ein wichtiges Ziel erreicht.

Eigentlich war der Naturschutz durch die Gesetzgebung der hessischen Ausführungsbestimmungen zum Bundesnaturschutzgesetz klar geregelt. Nach einer sehr konstruktiven Aussprache aller Beteiligten am so genannten "Runden Tisch" sind der Naturschutz und die damit ebenfalls gesetzlich geregelte Nachpflanzung jetzt auch amtlich.
Im Herbst werden in einem ersten Schritt 20 bis 25 Bäume nachgepflanzt, so die Vereinbarung.

Im Nachgang zu diesem klaren Ergebnis bleiben uns aber auch bemerkenswerte Erkenntnisse, die sich eher auf der atmosphärischen Ebene eines solchen Prozesses abspielen. Sämtliche Begegnungen und Gespräche mit Amtsinhabern und Fachleuten waren von Sachlichkeit und auch Freundlichkeit geprägt. Genau das war gewollt und bestätigt sich als ein Grundpfeiler des erfolgreichen Resultates. Für diese freundliche Aufnahme unseres Begehrens, die Unterstützung durch engagierte Bürger, für das aufmunternde Lob sagen wir: Danke.

Es geht aber weiter. In den Monaten bis zum Herbst klären die beteiligten Ämter das Procedere der Nachpflanzung. Die IG Alleenschutz wird ein dauerhaftes Programm zur Finanzierung von weiteren Neupflanzungen durch Spenden und Baumpatenschaften auflegen. Die Bedingungen für ein solches Programm sind in der Klärungsphase.

Alleen brauchen Freunde.

07.03.2012
Pressemittteilung


1.781 Unterschriften für den Erhalt der Lindenallee an der B449
Anwohner der Straße Im Ebing, die für den Erhalt der Linden an der Odenwaldstraße in Mühltal kämpfen, übergaben Bürgermeisterin Astrid Mannes am 7. März 1.781 Unterschriften, die sie für den Erhalt der Allee gesammelt hatten.
Die Linden waren durch die Planung eines Radweges von Darmstadt nach Ober-Ramstadt durch HessenMobil entlang der B 449 in Gefahr geraten. Denn an der Odenwaldstraße auf Höhe der Straße Im Ebing sollten die Linden gefällt werden, um Platz für einen Radweg zu schaffen.
Mittlerweile wurde auf Weisung des Landes die Radwegeplanung auf unbestimmte Zeit zurückgestellt.
„Der Kampf um den Erhalt der Linden bleibt dennoch auf der Tagesordnung“ so sind sich die Familien Igel, Himmelheber und Stenger, die Überbringer der Unterschriften und Begründer der Interessengemeinschaft Alleenschutz Odenwaldstrasse, und die Bürgermeisterin einig. Mannes selbst hat, wie auch Landrat Klaus-Peter Schellhaas, Günter Metzger (OB Darmstadt a.D.), seine Frau Hilka Metzger und MdB Daniela Wagner (B90/Grüne) auf der Liste unterschrieben. „Sind die Linden erst einmal abgeholzt, kommt jedes Engagement zu spät.“
Nicht nur die Radwegeplanung gefährdet die Linden. Immer wieder fällt HessenMobil als zuständige Behörde einzelne Linden aus Verkehrssicherungsgründen.
Mannes hatte frühzeitig bei HessenMobil, früher Amt für Straßen- und Verkehrswesen, darum gekämpft, dass Alternativplanungen für den Radweg erarbeitet werden, für die keine Linden gefällt werden müssen. Sie sicherte den Überbringern der Unterschriften zu, nun mit HessenMobil in intensive Gespräche einzutreten, um Nachpflanzungen für die bereits gefällten Bäume zu erreichen. Mannes will einer Idee der IG Alleenschutz Odenwaldstrasse nachkommen, Vertreter der Interessengemeinschaft, der Gemeinde, der Naturschutzbehörde, der Ortsbeiräte und von Hessen Mobil zu einem gemeinsamen Gespräch an einen Tisch zu laden. „Wir wollen versuchen, auf sachliche und konstruktive Weise gemeinsam nicht nur den Bestandsschutz der Linden, sondern den dauerhaften Charakter einer Allee zu erhalten“, waren sich Alleenschützer und die Bürgermeisterin einig. "Wir haben mit dieser schönen Allee etwas einzigartig Erhaltenswertes im Mühltal“.

Übergabe der Unterschriften (v.l.) Alice Stenger, Sabine Igel, Dr. Astrid Mannes, Paul Stenger



14.02.2012

Lindenallee gefährdet? - Jein!
„In den nächsten Jahren wird sich an der B449 erst mal nichts tun“, so beschreibt Bürgermeisterin Frau Dr. Astrid Mannes den derzeitigen Planungszustand zur Lindenallee an der Odenwaldstrasse. Die Baumfällungen der letzten Wochen sind einem Gutachten aus dem Herbst 2011 geschuldet. Dieses deklarierte die gefällten Bäume wegen Pilzbefall und Brüchigkeit als verkehrsgefährdend.
In zahlreichen Gesprächen mit der Straßenverkehrsbehörde (seit 1.1.2012: HessenMobil) und der Unteren Naturschutzbehörde zeichnen sich tragfähige und nachhaltige Lösungen für den Erhalt der Allee ab, die durch sinnfreie und hektische Aktionen sicherlich nicht gefördert werden.
Unser beantragtes Rechtsverfahren zum Naturschutz der Lindenallee ist seitens der Unteren Naturschutzbehörde noch nicht beschieden.Da nach gutachterlicher Aussage keine weiteren Fällungen geplant, also auch nicht zu erwarten sind, werden wir in weiteren sachlichen Gesprächen auf juristisch mögliche Nachpflanzungen drängen.

17.09.2011

Die Zerstörung soll weitergehen.
Wieder eine gutachterliche Begehung.

09.09.2011

Das Straßenverkehrsamt (seit 1.1.2012: HessenMobil) läßt fünf weitere Linden fällen - wir sind entsetzt !
Und stellen eine erstaunliche Betriebsamkeit seitens der Behörde fest. Plötzlich werden Begehungen äußerst kurzfristig festgesetzt, die angeblich hohlen Bäume (siehe Bild) verschwinden in astronomischer Geschwindigkeit in einem sichtverblendeten LKW.


 



Die "hohlen" Baumstämme 



07.09.2011

Ein Artikel im Darmstädter Echo hat die Zugriffe auf die Seite in die Höhe schnellen lassen. Mailnachrichten und Unterschriften nehmen in rasantem Tempo zu.
Der Inhalt des Artikels ist in Teilen jedoch falsch.

Richtigstellung:
Frau MdB Brigitte Zypries ist nicht Unterstützerin unserer Aktion. Nach mehreren Anfragen lehnte sie dies ab.



31.08.2011

Unter heutigem Datum zählen wir 1237 Unterschriften.
Die Unterschriftenaktion läuft weiter bis zum 30.09.201!!!

07.08.2011

Seit gestern werben wir mit Plakatständern in Mühltal für die Unterschriftenaktion.

Da wir im groben Überblick bisher etwa 600 Unterschriften bekommen haben, sollen die künftigen Wochen mit weiteren Initiativen für "Vermehrung" sorgen. Die weitere Bitte an Unterstützer heißt also Engagement und WEITERSAGEN.


Wie kam das alles ?

Alle Jahre wieder . . . . .
wiederholen sich die winterlichen Fäll- und Säuberungsmaßnahmen an der Lindenallee in der Odenwaldstrasse. Die Summe all dieser Jahre hinterlässt in manchen Abschnitten der Allee ein nur noch schemen- bis ruinenhaftes Abrissbild des einst herrlichen Lindendoms. Das Landschaftsbild unterhalb der Strasse Im Ebing vermittelt aber immer noch den typischen Charakter einer Allee als Schutz und Schattenspender für Mensch und Natur.

Als im vergangenen Herbst dann vielzahlige Planungsmarkierungen entlang der Allee den Totalabriss vermuten ließen, bekamen wir Anwohner Im Ebing Angst.

In einer kleinen Briefkastenaktion erzielten wir eine fast einstimmige Zustimmung für den Erhalt der Lindenallee. Anwohner aus Mühltal, die von den Briefkastenzetteln erfahren hatten, signalisierten ihre Bereitschaft, sich für diesen Alleenschutz zu engagieren.

Nach weiteren Gesprächen und Informationsbeschaffung klärte sich der diffuse Wunsch nach dem Erhalt der Linden zu einem Zielpunkt.

Grünflächen und Alleen können dem Natur - und Denkmalschutz unterliegen

Erlass des HMWK vom 9.8.1988 (StAnz. S. 1957) (aus Dörffeldt/Viebrock, Hess.Denkmalschutzrecht, 2. Aufl.,S 248)
1. Grünflächen können dem Denkmalschutz unterliegen
1.1 - als Kulturdenkmäler i. S.von § 2 Abs.1 DSchG (z.B. Parkanlagen,Jagdanlagen, Alleen, Dorfbäume, Friedhöfe)

Noch konkreter im Sinne eines direkten Verbotes greift das Bundesnaturschutzgesetz in der Neufassung

§30 Gesetzlich geschützte Biotope
(1) Bestimmte Teile von Natur und Landschaft,die eine besondere Bedeutung als Biotope haben,werden gesetzlich geschützt
(allgemeiner Grundsatz)
(2) Handlungen, die zu einer Zerstörung oder einer sonstigen erheblichen Beeinträchtigung folgender Biotope führen können,
sind verboten

In der länderrechtlichen Verbindung dazu bestimmt das Hess. Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz:
§ 13
gesetzlicher Biotopschutz
(1) Die Verbote des § 30 Abs. 1 Satz 1 des Bundesnaturschutzgesetzes gelten auch für:
1. Alleen und
2. Streuobstbestände (......)

Das bedeutet, daß das bisherige Landesbiotop Allee dem gesetzlichen Biotopschutz des §30 BNatSCHG unterstellt ist.


Daraus folgt :
Ziel der Interessengemeinschaft ist der Erhalt und auch die weitere Pflege der Allee durch Nachpflanzen und Auffüllen der Lücken, soweit der Verkehrsschutz dadurch nicht beeinträchtigt wird.
In einer ersten Aktion wollen wir durch die Sammlung von Unterschriften die politischen Gremien auf diese Einzigartigkeit in der hiesigen Region überhaupt erst einmal hinweisen.

Die hoffentlich beeindruckende Zahl der Unterschriftenlisten werden wir dann an die Bürgermeisterin Frau Dr. Mannes zur Weitergabe an den Hessischen Denkmalschutz , den Hessischen Naturschutz und die Straßenverkehrsbehörde (seit 1.1.2012: HessenMobil) öffentlich überreichen.
Weitere begleitende Maßnahmen sind in Arbeit.

Wer auch immer unsere Zielrichtung mitträgt , ist als aktiver oder auch passiver Unterstützer willkommen. Unsere Gedanken und Wünsche sind frei von Verbänden, Parteien und Ideologien, wir wollen uns an der Vernunft im Rechtsstaat orientieren.

Mögen ALLE Bürger unterschreiben !

!!! HIER KÖNNEN SIE UNTERSCHREIBEN !!!